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Alles ok?

Ein warmer Tag im Park, der gänzlich schön gewesen wäre, wäre da nicht dieser widerliche Typ gewesen, der eine Frau, die allein auf dem Rasen lag und las, unablässig aus dem Hinterhalt beobachtete (aus einer Entfernung von etwa 3 m). Zum Glück hatte ich gerade vor ein paar Tagen einen sehr wertvollen und simplen Tipp auf dem Blog Die Störenfriedas gelesen, dass man in solchen Momenten einfach mal diejenige, die blöde Anmachen über sich ergehen lassen muss, fragen kann, ob alles ok ist. Das habe ich getan und es war auch gut so, denn es hat sie sofort erleichtert. Tatsächlich nervt der gleiche Typ viele Frauen im Viertel immer und immer wieder und diejenige fühlt sich schon gar nicht mehr sicher in ihrem Viertel. So traurig. Immerhin war sie voll froh, dass auch jemand anderes das komisch fand.

Hier die Inspiration: https://www.youtube.com/watch?v=L5DA2MjNb-E

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Blick nach Italien – Kampagne “Punto su di te”

http://www.pubblicitaprogresso.org/wp-content/uploads/2013/11/Punto-su-di-te_studi.jpg

 

In Italien läuft derzeit eine Kampagne, um auf die bestehenden Umstände aufmerksam zu machen, unter denen Frauen leben. Hier ist der Link zum Originalbericht auf L’Espresso, im Folgenden haben wir diesen Artikel ins Deutsche übersetzt.

Originalartikel auf Italienisch

Deutsche Übersetzung des Artikels:

Im Januar wird die Kampagne an Haltestellen in ganz Italien zu sehen sein, aber bereits jetzt erregt sie Aufmerksamkeit. Es ist die jüngste Kampagne gegen Gewalt an Frauen von „Pubblicità Progresso“, benannt „Punto su di te“ (Ich zeige auf Dich). Auf den Plakaten ist das Bild einer Frau zu sehen und ein Spruch zum Vervollständigen: „Nach dem Studium würde mir gefallen …“; „Ich wünsche mir von meinem Ehemann …“

48 Stunden haben gereicht, dass die Sprechblasen mit Beschimpfungen übelster Art gefüllt wurden, wie das Video der Organisation zeigt.

„Das war unser Ziel“ erklärt Alberto Contri, Präsident von Pubblicità Progresso: „Zeigen, dass Diskrimination immer noch weit verbreitet und in den Köpfen der Bevölkerung verwurzelt ist, die aber gerade ihr Denken bei diesem Problem ändern muss“ Ein Köder um die schlimmsten „Instinkte“ hervorzurufen.

„Die Kampagne will uns sagen: „Seht, die Widerlichkeit in der Frauen leben müssen““, antwortet in ihrem Blog die Semiologin Giovanna Cosenza „Aber in Wirklichkeit reproduziert sie – zum unendlichsten Mal, auf seine Art – ein unendliches Ritual der Degradierung von Frauen“

Auf den Plakaten, die Januar aufgehängt werden, werden die Beleidigungen vom Logo der Kampagne verdeckt sein sowie von einer Einladung auf die Homepage zu gehen, um Instrumente zu finden, Belästigungen anzuzeigen (einbegriffen gewalttätige Inhalte die sich im Netz finden), zusammen mit Kontakten von Organisationen, die zu diesem Thema arbeiten.

„Wir brauchen uns nicht der Illusion hinzugeben, mit einem Spot Stereotype zu ändern“, kommentiert Contri: „Deswegen wollen wir darüber hinaus gehen“. Aber werden das wirklich Menschen tun, wenn bei ihnen stattdessen die Tendenz eher ist, Frauen mit Beleidigungen zu überziehen? „Ich bin davon überzeugt“, antwortet Contri: „Auch weil die Kampagne mit mehreren Kanälen arbeitet. Mit Wettbewerben, Initiativen in Schulen und einem Lied, das extra dafür von einigen italienischen Liedermacherinnen und Liedermachern erstellt wird und das bei einem Konzert gespielt wird, dessen Erlös in Stipendien für Frauen fließt.“ L’Espresso veröffentlicht nun in Vorschau einige Bilder, die in der offiziellen Kampagne zensiert sein werden, da sie zu vulgär sind, aber die Idee des Projektes gut transportieren. Oder eben auch zeigen, wie einfach es anscheinend für viele ist, einen Stift zu nehmen und Frauen zu beschimpfen.

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Mehrfacher Schock

Ich bin gegen 22 Uhr vom Albertplatz mit der Bahn nach Hause gefahren.
Weil ich mein Fahrrad dabei hatte stand ich.
Neben mir stand eine Gruppe Typen in meinem Alter. Sie waren wohl schon angetrunken und redeten homophobe Scheiße.
Als einer von ihnen sein Bier fallen ließ, welches in der Bahn rumrollte und auslief, wies ich ihn darauf hin und fragte ob er es bitte aufheben könne. “Nö!” Ich erklärte ihm dass es eklig sei und nass und so weiter und forderte ihn und die Gruppe auf es jetzt aufzuheben.
Da guckte er mir ins Gesicht: “Soll ich dir ma auf die Brille spritzen oder was?”
Ich war so perplex, dass ich überhaupt nicht wusste was ich tun oder sagen sollte…im selben Moment stand ein anderer Mann auf, der das Ganze wohl beobachtet hatte und stellte sich zwischen mich und die Jungsgruppe um mich zu “beschützen”.
Er fragte die Typen ob es ein Problem gebe und so weiter, er war ziemlich groß im Vergleich zu den anderen. Die Typen waren auf einmal ganz kleinlaut. Jedenfalls blieb er zwischen uns stehen bis ich zustieg und wünschte mir noch einen schönen Abend.
Ich sagte nur kurz “Danke” und stieg aus, die Jungsgruppe aber auch.
Der Typ der mich so blöd angemacht hatte rief mir noch hinterher: “Schönen Abend noch hübsche Frau!” Ich stieg einfach nur schnell aufs Rad und fuhr weg.
Ich war -und bin immer noch – völlig verstört darüber was für ein Frauenbild diese Typen haben.
Aber auch dass sich der andere Mann dann zwischen uns stellte um mich zu beschützen sehe ich mit gespaltenen Gefühlen. Auf der einen Seite ist es ja cool dass er hilft und nicht wegsieht wie viele andere. Auf der anderen Seite habe ich mich in der Rolle der “armen, schwachen Frau die sich nicht selbst helfen kann” und beschützt werden muss auch nicht wohl gefühlt und ich bin dadurch auch eher passiv geworden anstatt selbst zu reagieren/reagieren zu müssen.
Als ich in meine WG kam und meinem Mitbewohner schilderte was mir passiert ist war seine Reaktion: “Ach das ist doch nich schlimm, die sind halt blöd aber bringt auch nix sich darüber aufzuregen.” Und ich sollte doch froh sein dass mich der Mann verteidigt hat. Das war dann quasi der zweite Schock, dass er nicht verstehen konnte wie erniedrigend es ist sexistisch beleidigt und dadurch auf ein Sexualobjekt reduziert zu werden.

Das war auch nicht der erste Zwischenfall dieser Art, unter anderem deswegen fahre ich lieber mit dem Fahrrad nach Hause wenn ich nachts unterwegs bin.

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“Heftig”

Ich war mit einem Kumpel in einer Bar am Pirnaischen-Platz. Der Barkeeper hat uns irgendsoein Zeug in die Nase gespritzt … ich glaube “Peppers” hieß das. Das war ziemlich heftig. Wir haben uns wie bei “Fear and Loathing in Las Vegas” gefühlt. Er hat uns dann auch mehrfach in den Genitalbereich gegriffen … Das hat uns alles ziemlich verwirrt.

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Berechtigte Wut auf der BRN

Vorbemerkung von Hollaback! Dresden und Umgebung: Diese Geschichte wurde ursprünglich als Kommentar auf die vorhergehende BRN Geschichte gepostet. Mit Erlaubnis veröffentlichen wir sie aber als eigenständige Geschichte.

ich habe auf der BRN ebenfalls solche erfahrungen machen müssen.

mal abgesehen von den abschätzigen blicken, sprüchen, beleidigungen, die ohnehin auf solchen großen veranstaltungen an der tagesordnung sind, habe ich freitag gegen ende der brn noch mal 2 dinge erlebt, die dazu geführt haben, dass ich weder in den nächsten beiden tagen nochmal hingegangen bin – noch überhaupt jemals wieder vorhabe, dort hinzugehen. (und dazu muss ich sagen: ich habe die brn immer geliebt, aber da ist mit idealen einfach nicht mehr viel.)

jedenfalls: der eine typ hatte noch glück. er presste im vorbeigehen seinen kopf zwischen meine brüste und ich war so perplex, dass es einige sekunden dauerte, bis ich ihm -noch mit worten- zu verstehen gab, was ich davon hielt. ein typ, der mit uns unterwegs war, hatte außerdem nichts besseres zu tun, als über den vorfall zu lachen. ich wurde immer wütender.
der nächste hatte pech, weil sich eben einiges angestaut hatte. er beleidigte meine freundin und mich aufs übelste, bis ich zum ersten mal in meinem leben handgreiflich wurde und ihn schubste und eine runterhaute. blackout. all die beleidigungen, alles auf einmal. da dachte ich: okay, um mich vor sowas zu schützen, sollte ich mich von nun an von solchen veranstaltungen fernhalten.

schade, dass man soweit gehen muss, um sich sowas nicht mehr auszusetzen. dass man solchen leuten das feld überlassen muss. zum glück gibt es veranstaltungen, wo der raum geschützter ist. aber trotzdem, es sollte einfach überall so sein.

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Entsetzt, angeekelt, hilflos und nicht schuldig!

Es war letztes Winter an einem Sonntag Nachmittag auf dem Neustädter Bahnhof. Auf dem Gleis waren nicht viele Menschen, aber allein war ich auch nicht. Ich stand etwas abseits und wühlte gerade in meinem Rucksack nach etwas, als ein Mann mittleren Alters – klein, rundlich und mit Brille – langsam auf mich zu kam und sehr direkt starrte.
Ich versuchte es zu ignorieren und wühlte weiter. Er kam dann sehr nah und fragte leise, ob ich mir nicht was zum Taschengeld dazu verdienen möchte. Wahrscheinlich schätzte er mich jünger ein (ich bin 24), was das ganze noch unangenehmer machte. Ich schaute ihn ziemlich entsetzt an und sagte klar “Nein!”, anscheinend aber noch nicht ablehnend genug, denn er setzte nach “Auch nicht im 3-4 stelligen Bereich?”.
Ich war so entsetzt, angeekelt und fühlte mich so hilflos! Ich hatte Angst, das er mich einfach irgendwo hinzerren würde. Gleichzeitig aber fühlte ich mich auch noch schuldig, weil ich Rock und Stiefel trug und fragte mich sofort, ob ich vielleicht falsche Signale setzte.
Ich ging zügig wieder in Richtung der anderen Menschen auf dem Gleis und wartete dann ziemlich angespannt auf den Zug. Der Mann fuhr zum Glück nicht mit. Vielleicht hat er an dem Tag noch andere angesprochen.
Ich habe Freunden davon erzählt und sie waren eher überrascht und belustigt als entsetzt oder beängstigt. Ich stehe jedenfalls seitdem auf Bahngleisen nur noch in Menschentrauben.

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Bunte Republik Neustadt

Ich erlebte bei der diesjährigen BRN gleich 3 Begebenheiten an einem Tag, auf die ich besser verzichtet hätte. Keine Ahnung, warum dies gehäuft auftrat, sonst ist mir so etwas noch nie bei der BRN widerfahren:
- im engen Gewirr der Böhmischen Straße streifte am helllichten Tage ein Mann ganz offensichtlich bewusst meine Brust, als ein Freund und ich an ihm vorbei gingen – ich war empört, ging aber weiter und drehte nur mein Gesicht um und schaute ihn böse an – er daraufhin machte eine entschuldigende Geste
- auf dem Martin-Luther-Platz in der Nacht ging ein Mann ziemlich zügig an mir vorbei und zischte das Wort “Fotze”, als er an mir vorbeikam – ich war völlig baff – das kam so aus dem Nichts! Ich weiß nicht mehr genau, ob ich diesem Mann das Wort “Arschl…” noch hinterher rief oder ob ich es dann doch nicht tat
- auf dem nach Hause Weg in der Nacht war ich froh, mit dem Rad unterwegs gewesen zu sein, denn ich fuhr an einer Gruppe von ca 3 recht jungen angetrunkenen Männern (um die 20Jahre) vorbei, welche mir hinterher riefen, ob ich nicht schlucken möchte und noch andere Dinge solcher Art – diese Jungs hab ich einfach ignoriert…

Ich fand es sehr erschreckend, dass mir an diesem Tag gleich 3 solcher Begebenheiten passiert sind! Was ist aus unseren männlichen Mitmenschen geworden? Ich denke, dass ich sehr selbstbewusst rüberkomme – von daher war ich besonders verblüfft, dass mir das alles passierte.

Ich habe mir vorgenommen, dass falls mich jemals wieder jemand begrabscht, ich dieser Person eine Backpfeife geben werde

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Unangenehm und Dumm

letzten freitag fuhr ich mit dem zug von dresden nach leipzig und stieg dort um.
ich musste das gleis wechseln und nutzte die freie zeit um mir etwas zu essen zu kaufen.
als ich so richtung gleis lief bemerkte ich eine laute truppe von menschen, auf den ersten blick scheinbar alkoholisiert.
bei näherem betreten stellte sie sich als in der tat alkoholisierte gruppe von männern raus.
ohne der gruppe beachtung zu schenken lief ich durch sie hindurch bis plötzlich ein mann vor mir stehen blieb, mir ins gesicht sah und sagte “hey schnecke!”.
ich setzte meinen weg fort, der mann ließ jedoch noch nicht so schnell ab und sprach weiterhin dummes zeug, so in der art “bleib doch hier!/hübsches gesicht/niedlicher kleiner arsch.”
es war furchtbar eklig und sehr unangenehm, nicht nur wegen der äußerungen, sondern auch weil er in meine intime distanzzone eindrang.
ich denke mir dann immer, einfach ignorieren und weiter gehen, aus angst nur noch mehr aufmerksamkeit (auch der anderen männer) zu erregen.

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