Blick nach Italien – Kampagne “Punto su di te”

http://www.pubblicitaprogresso.org/wp-content/uploads/2013/11/Punto-su-di-te_studi.jpg

 

In Italien läuft derzeit eine Kampagne, um auf die bestehenden Umstände aufmerksam zu machen, unter denen Frauen leben. Hier ist der Link zum Originalbericht auf L’Espresso, im Folgenden haben wir diesen Artikel ins Deutsche übersetzt.

Originalartikel auf Italienisch

Deutsche Übersetzung des Artikels:

Im Januar wird die Kampagne an Haltestellen in ganz Italien zu sehen sein, aber bereits jetzt erregt sie Aufmerksamkeit. Es ist die jüngste Kampagne gegen Gewalt an Frauen von „Pubblicità Progresso“, benannt „Punto su di te“ (Ich zeige auf Dich). Auf den Plakaten ist das Bild einer Frau zu sehen und ein Spruch zum Vervollständigen: „Nach dem Studium würde mir gefallen …“; „Ich wünsche mir von meinem Ehemann …“

48 Stunden haben gereicht, dass die Sprechblasen mit Beschimpfungen übelster Art gefüllt wurden, wie das Video der Organisation zeigt.

„Das war unser Ziel“ erklärt Alberto Contri, Präsident von Pubblicità Progresso: „Zeigen, dass Diskrimination immer noch weit verbreitet und in den Köpfen der Bevölkerung verwurzelt ist, die aber gerade ihr Denken bei diesem Problem ändern muss“ Ein Köder um die schlimmsten „Instinkte“ hervorzurufen.

„Die Kampagne will uns sagen: „Seht, die Widerlichkeit in der Frauen leben müssen““, antwortet in ihrem Blog die Semiologin Giovanna Cosenza „Aber in Wirklichkeit reproduziert sie – zum unendlichsten Mal, auf seine Art – ein unendliches Ritual der Degradierung von Frauen“

Auf den Plakaten, die Januar aufgehängt werden, werden die Beleidigungen vom Logo der Kampagne verdeckt sein sowie von einer Einladung auf die Homepage zu gehen, um Instrumente zu finden, Belästigungen anzuzeigen (einbegriffen gewalttätige Inhalte die sich im Netz finden), zusammen mit Kontakten von Organisationen, die zu diesem Thema arbeiten.

„Wir brauchen uns nicht der Illusion hinzugeben, mit einem Spot Stereotype zu ändern“, kommentiert Contri: „Deswegen wollen wir darüber hinaus gehen“. Aber werden das wirklich Menschen tun, wenn bei ihnen stattdessen die Tendenz eher ist, Frauen mit Beleidigungen zu überziehen? „Ich bin davon überzeugt“, antwortet Contri: „Auch weil die Kampagne mit mehreren Kanälen arbeitet. Mit Wettbewerben, Initiativen in Schulen und einem Lied, das extra dafür von einigen italienischen Liedermacherinnen und Liedermachern erstellt wird und das bei einem Konzert gespielt wird, dessen Erlös in Stipendien für Frauen fließt.“ L’Espresso veröffentlicht nun in Vorschau einige Bilder, die in der offiziellen Kampagne zensiert sein werden, da sie zu vulgär sind, aber die Idee des Projektes gut transportieren. Oder eben auch zeigen, wie einfach es anscheinend für viele ist, einen Stift zu nehmen und Frauen zu beschimpfen.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *